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IAQ-Saarland ist gestartet
IAQ-Saarland ist gestartet
Start Iaq Saarland In Zweibrücken
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IAQ-Saarland ist gestartet

19.02.2018 | Stephanie Morsch

Zugewanderte Ingenieurinnen und Ingenieure haben ihre Qualifizierung am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern begonnen.

Zweibrücken. Am 5. Februar ist die „Ingenieurwissenschaftliche abschlussorientierte Qualifizierung“ (IAQ) für Teilnehmende aus dem Saarland gestartet. Sie kommen aus Syrien, Russland und der Ukraine. Unterschiedliche Gründe haben sie nach Deutschland geführt, aber eines haben alle gemeinsam: Ihre Berufslaufbahn wurde durch die Migration unterbrochen. In Deutschland angekommen, haben sie zunächst ein bis zwei Jahre die neue Sprache gelernt und Integrationskurse besucht. Manche haben nebenbei als Aushilfen in der Gastronomie oder bei Paketdiensten gejobbt. „Aber in dieser Zeit haben wir nicht in unseren eigentlichen Berufen arbeiten können“, sagt Jaafar Khaddam. Der Elektrotechnik-Ingenieur aus Syrien erklärt, was das bedeutet: „Ähnlich wie bei einer Fremdsprache, die man nicht ständig spricht, verliert man dabei Fertigkeiten“.

An der Hochschule haben sie nun fünf Monate Zeit, ihr Wissen aufzufrischen und zu vertiefen. Auf dem Programm stehen fachliche Weiterqualifizierung, berufsbezogenes Deutsch, Arbeitskultur in Deutschland, aber auch Soft Skills wie Präsentationstechniken. In der anschließenden sechsmonatigen Praxisphase vertiefen die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in Unternehmen.

„Ich hoffe, dass ich am Ende eine Stelle in Deutschland finde, die meinen Fähigkeiten als Informatiker entspricht“, sagt Mohamad Hasan Bek aus Syrien, der heute, ebenso wie sein Studienkollege Jaafar Khaddam, in Saarbrücken lebt. 

Die Chancen dafür stehen gut: In den zwei „Ingenieurwissenschaftlichen abschlussorientierten Qualifizierungen“, die die Hochschule Kaiserslautern seit 2016 in Rheinland-Pfalz durchgeführt hat,  haben gut 75 Prozent der Absolventinnen und Absolventen den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Sie arbeiten entsprechend ihrer Qualifizierung als Ingenieurinnen und Ingenieure, IT-Fachkräfte oder Techniker und leisten somit einen wichtigen Beitrag in Bereichen, wo sich der Fachkräftemangel in Deutschland bereits deutlich zeigt. Mit dem Projekt der IAQ ist die Hochschule Kaiserslautern Partner in den IQ Landesnetzwerken Saarland und Rheinland-Pfalz. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).


(© Foto: Hochschule Kaiserslautern)