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„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“
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„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“

20.07.2018 | Stephanie Morsch

Bei der Ingenieurwissenschaftlichen Qualifizierung für zugewanderte Ingenieurinnen und Ingenieure (IAQ) hat die Praxisphase in den Firmen begonnen

Acht zugewanderte Ingenieurinnen und Ingenieure aus dem Saarland nehmen zurzeit an der „Ingenieurwissenschaftlichen abschlussorientierten“ Qualifizierung (IAQ) am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern teil. Während der Hochschulphase standen fachliche Weiterqualifizierung, Arbeitskultur in Deutschland, Fachsprachkurse, aber auch Soft Skills wie Präsentationstechniken auf dem Programm. Jetzt hat für die Teilnehmenden die Praxisphase in dem Projekt des IQ Landesnetzwerks Saarland begonnen. Sie arbeiten in Unternehmen, wo sie wertvolle Erfahrungen sammeln und ihre Kompetenzen vertiefen können.

„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt Karam Aljuraatly, Maschinenbauingenieur aus Syrien. Er arbeitet in einem Ingenieurbüro im Bereich Konstruktion. „Viele meiner syrischen Kollegen finden keine Jobs als Ingenieure, sie arbeiten in Restaurants oder tragen Werbung aus. Ich bin sehr dankbar, in Deutschland als Konstrukteur tätig sein zu können – eine kreative Aufgabe, die mich erfüllt.“

Von dem IQ Projekt profitieren jedoch nicht nur die Migrantinnen und Migranten, sondern auch die Unternehmen. Die müssen nämlich immer mehr Geld und Energie in die Suche nach Fachkräften investieren. Hier steht die Hochschule in engem Kontakt zu regionalen Unternehmen und fragt gezielt nach den Bedarfen an fachlichen Kompetenzen. Auf diese Weise hat IAQ-Teilnehmer Alaa Anbousheh für seine Praxisphase eine Firma in Saarbrücken gefunden, die im Bereich E-Mobility aktiv ist. Der Telekommunikationsingenieur aus Syrien hat schon während der Hochschulphase gezielt Fachkompetenzen für die Aufgabenstellung im Unternehmen vertieft. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben hart gearbeitet. Sie tun sehr viel, um den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu schaffen.

Karam Aljuraatly ist das bereits gelungen. Gut vorbereitet an der Hochschule, hat der engagierte Maschinenbauer im Vorstellungsgespräch bei dem Ingenieurbüro so überzeugt, dass er direkt einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten hat. Drei weitere Ingenieure im IAQ-Programm haben unmittelbar im Anschluss an die Hochschulphase unbefristete Verträge gemäß ihrer Qualifikation bekommen. Und auch alle anderen haben sehr gute Chancen, nach der Praxisphase eine feste Anstellung zu erhalten, wenn sie sich in dieser Zeit bewähren.

Regina Vögel, IAQ-Koordinatorin
regina.voegel@hs-kl.de 
T 0631/3724-5407

(Bildquelle: HS Kaiserslautern)