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Fachkraftreihe zu muslimischen Lebenswelten ab Oktober 2018
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Fachkraftreihe zu muslimischen Lebenswelten ab Oktober 2018

01.10.2018 | Stephanie Morsch

Der immer schnellere soziale Wandel, zunehmende gesellschaftliche Heterogenität, verschiedene Formen von Migration und vermehrt prekäre Lebens- und Arbeitsverhältnisse sowie die Zunahme an menschenfeindlichen Haltungen sind auch und gerade in der Jugendhilfe deutlich spürbar. Denn hier treffen unterschiedliche Milieus und vielfältige persönliche Hintergründe und Problematiken aufeinander. Die Institutionen stehen vor der Herausforderung, dieser Pluralität an Lebenslagen professionell zu begegnen, um auch in Zukunft Jugendliche und ihre Familien zielführend unterstützen zu können.

Gleichzeitig sorgt diese Vielfalt bei Fachkräften für Verunsicherungen. Besonders im Umgang mit dem Islam stehen sie gerade in den letzten Jahren vor zahlreichen Fragestellungen: Wie ist es zu bewerten, wenn ein Mädchen plötzlich Kopftuch trägt? Muss man, wenn ein Jugendlicher ‚Allahu akbar‘ sagt, schon Angst haben, er könne radikal sein? Wie geht man damit um, wenn muslimische Jugendliche immer wieder von Diskriminierungserfahrungen berichten? Und welche Rolle spielt die Religion überhaupt für die einzelne Person? Hinzu kommt ein gesellschaftliches Klima, in dem der Islam sehr kontrovers und oft sehr stereotyp diskutiert wird.

Ziel der Fachkraftreihe ist es daher, basierend auf einem Ansatz des diskriminierungskritischen Umgangs mit gesellschaftlicher Vielfalt, für den Umgang mit muslimischen Lebenswelten in der Jugendhilfe Informationen und Handlungsansätze zu vermitteln.

Die Fortbildung ist ein Angebot der Forschungs- und Transferstelle für Gesellschaftliche Integration und Migration GIM (FITT gGmbH) an der HTW des Saarlandes. Die Teilnahme ist kostenfrei. Genauere Informationen zu Inhalten und Ablauf entnehmen Sie bitte dem Flyer. Gerne können Sie die Einladung auch weiterleiten!