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IAQ-Saarland ist gestartet

Zugewanderte Ingenieurinnen und Ingenieure haben ihre Qualifizierung am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern begonnen.

Zweibrücken. Am 5. Februar ist die „Ingenieurwissenschaftliche abschlussorientierte Qualifizierung“ (IAQ) für Teilnehmende aus dem Saarland gestartet. Sie kommen aus Syrien, Russland und der Ukraine. Unterschiedliche Gründe haben sie nach Deutschland geführt, aber eines haben alle gemeinsam: Ihre Berufslaufbahn wurde durch die Migration unterbrochen. In Deutschland angekommen, haben sie zunächst ein bis zwei Jahre die neue Sprache gelernt und Integrationskurse besucht. Manche haben nebenbei als Aushilfen in der Gastronomie oder bei Paketdiensten gejobbt. „Aber in dieser Zeit haben wir nicht in unseren eigentlichen Berufen arbeiten können“, sagt Jaafar Khaddam. Der Elektrotechnik-Ingenieur aus Syrien erklärt, was das bedeutet: „Ähnlich wie bei einer Fremdsprache, die man nicht ständig spricht, verliert man dabei Fertigkeiten“.

An der Hochschule haben sie nun fünf Monate Zeit, ihr Wissen aufzufrischen und zu vertiefen. Auf dem Programm stehen fachliche Weiterqualifizierung, berufsbezogenes Deutsch, Arbeitskultur in Deutschland, aber auch Soft Skills wie Präsentationstechniken. In der anschließenden sechsmonatigen Praxisphase vertiefen die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in Unternehmen.

„Ich hoffe, dass ich am Ende eine Stelle in Deutschland finde, die meinen Fähigkeiten als Informatiker entspricht“, sagt Mohamad Hasan Bek aus Syrien, der heute, ebenso wie sein Studienkollege Jaafar Khaddam, in Saarbrücken lebt. 

Die Chancen dafür stehen gut: In den zwei „Ingenieurwissenschaftlichen abschlussorientierten Qualifizierungen“, die die Hochschule Kaiserslautern seit 2016 in Rheinland-Pfalz durchgeführt hat,  haben gut 75 Prozent der Absolventinnen und Absolventen den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Sie arbeiten entsprechend ihrer Qualifizierung als Ingenieurinnen und Ingenieure, IT-Fachkräfte oder Techniker und leisten somit einen wichtigen Beitrag in Bereichen, wo sich der Fachkräftemangel in Deutschland bereits deutlich zeigt. Mit dem Projekt der IAQ ist die Hochschule Kaiserslautern Partner in den IQ Landesnetzwerken Saarland und Rheinland-Pfalz. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

19.02.2018
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Nur wer mitmacht, kann gewinnen!

Seit heute können Bewerbungen für den Unternehmerpreis »Wir für Anerkennung« bis einschließlich 31. Mai 2018 eingereicht werden

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Unternehmen für ihr betriebliches Engagement im Bereich der beruflichen Anerkennung auszeichnen. Betriebe, die Fachkräfte bei der Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikationen unterstützen, können sich bis zum 31. Mai 2018 auf den Unternehmenspreis »Wir für Anerkennung« bewerben.

Der Preis richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen. Gleichermaßen können sich Großunternehmen und Kooperationspartner mit Erfahrungen beziehungsweise Ideen zur Berufsanerkennung als Instrument der Fachkräftegewinnung, Personalentwicklung und/oder Mitarbeiterbindung bewerben.

Der Unternehmenspreis wird gemeinsam vom BMBF, DIHK und ZDH im Rahmen des Projektes „Unternehmen Berufsanerkennung“ verliehen. Durch das vom BMBF geförderte Projekt werden Betriebe bundesweit über die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse informiert. Die Preisträger werden von einer Fachjury ausgewählt und auf der Bundeskonferenz Bildungsmanagement im Herbst 2018 in Berlin feierlich ausgezeichnet.

Informationen zum Unternehmenspreis finden Sie auf www.anerkennungspreis.de

Weitere Informationen:

DIHK Service GmbH                                                          

Verbundkoordination                                                            
Projektleitung:                                                                       
Indre Zetzsche                                                                      
Tel.: 030 / 20 308-6560
E-Mail: zetzsche.indre@dihk.de

ZWH

Projektmitarbeiterin:
Svenja Prinz
Tel.: 0211 / 30 200 938
E-Mail: prinz@zwh.de


16.02.2018
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15.02.2018
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Tanzflashmob "One billion rising 2018" in Saarbrücken

One Billion Rising 2018: Saarbrücken setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Das FrauenForum Saarbrücken – ein Bündnis aus Frauenprojekten und -verbänden – lädt am Mittwoch, den 14. Februar 2018, um 17 Uhr zur Tanz-Aktion „One Billion Rising“ auf den St. Johanner Markt in Saarbrücken ein. 

„One Billion Rising“ ist eine Internationale Aktion gegen Gewalt an Frauen. Weltweit erfährt jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt. Dies sind eine Milliarde Frauen, also „one billion“.  Die Protestaktion wurde erstmals im Jahr 2013 organisiert und hat sich in kürzester Zeit weltweit etabliert.

Überall auf der Welt werden Frauen Opfer von Gewalt, einfach weil sie Frauen sind und weil sie nicht wertgeschätzt werden. Deshalb gehen weltweit Frauen – und auch solidarische Männer – auf die Straße und fordern: Schluss mit der Gewalt gegen Frauen!

Die Angst, die mit Gewalterfahrungen zwangsläufig einhergeht, schränkt die innere und äußere Bewegungsfreiheit ein und diese Freiheit im Kopf und im Körper gilt es, sich zurückzuerobern.

Dies mit Hilfe eines Tanzes zu machen, ist eine kreative, gewaltfreie und verbindende Aktionsform, im Wissen, dass sich am 14. Februar überall auf der Welt Frauen (und Männer) zusammenschließen und protestieren. Die Organisatorinnen freuen sich natürlich auch über mittanzende Männer, Kinder und Jugendliche.

Weitere Informationen und Kontakt: Frauennotruf Saarland, Telefon: 0681-36767, www.frauennotruf-saarland.de

Bei Facebook: One billion rising Saarland und FrauenForum Saarbrücken

14.02.2018
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IQ Good Practice - QualiMigra

Das neue IQ Good Practice-Beispiel Beratungskonzept "QualiMigra", entstanden im IQ Netzwerk Hamburg - NOBI, ist jetzt online. Trotz hoher Erwerbsorientierung und guter Qualifikation sind Frauen mit Migrationshintergrund – vor allem weibliche Geflüchtete – deutlich schlechter in den Arbeitsmarkt integriert, als Männer mit Migrationsgeschichte. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von mangelnden passgenauen Beratungs- und Qualifizierungsangeboten bis hin zu fehlenden Kenntnissen der Frauen über eigene Möglichkeiten und Perspektiven. Überdies erschweren Diskriminierungserfahrungen der Frauen mit Migrationshintergrund beim Zugang zu adäquater Beschäftigung die Arbeitsmarktintegration. Durch den Anstieg des Frauenanteils unter den Geflüchteten aufgrund des Familiennachzugs besteht zusätzlicher Handlungsbedarf.

Barrieren für eine qualifikationsadäquate Beschäftigung von Frauen zu beseitigen ist das Anliegen des Vereins Bildungs- und Beratungskarawane (BBK), der im Jahr 2001 aus einer bestehenden Mütterinitiative von Migrantinnen für Migrantinnen gegründet wurde. In dem Projekt "QualiMigra - Qualifikation für Alle" im IQ Netzwerk Hamburg - NOBI beraten die muslimischen Mitarbeiterinnen der Migrantenorganisation primär Frauen mit Migrationshintergrund, die den Einstieg in den Job suchen und dabei Unterstützung benötigen. Im Rahmen des Beratungskonzepts "QualiMigra" werden die Teilnehmenden ganzheitlich mit ihren individuellen Bedürfnissen, Kompetenzen und Ressourcen betrachtet.

Hier geht’s direkt zu dem IQ Good Practice-Beispiel.

07.02.2018
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„Faire Integration“ startet mit arbeits- und sozialrecht-licher Beratung von Geflüchteten

Die Beratungsstellen im Rahmen des neuen Projektes „Faire Integration“ sollen Geflüchtete über ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer informieren und dadurch vor Benachteiligung und Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt schützen. Den Auftakt bildete ein Vernetzungstreffen der Beratenden und Projektverantwortlichen aus allen sechzehn Bundesländern am 30. und 31. Januar 2018 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin, organisiert von der „Fachstelle Einwanderung“ im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“.

Ein arbeits- und sozialrechtliches Beratungsangebot für Geflüchtete wird dringend gebraucht. Mehr und mehr der in den vergangenen Jahren nach Deutschland geflüchteten Personen nehmen eine Ausbildung oder Arbeit auf. Viele von ihnen finden zunächst eine Arbeit in Helfertätigkeiten im Niedriglohnbereich. Erfahrungen aus Beratungsstellen für Beschäftigte aus Mittel- und Osteuropa, wie etwa im DGB-Projekt „Faire Mobilität“, zeigen, dass es für Beschäftigte entscheidend ist, ihre Arbeitnehmerrechte zu kennen, um sich vor Benachteiligung und Ausbeutung zu schützen. Über das neue Beratungsangebot werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Fluchthintergrund darin gestärkt, ihre Rechte einzufordern und durchzusetzen. „Faire Integration“ ist damit ein wichtiger Schritt im Hinblick auf eine gelungene Integration von Geflüchteten in Deutschland.

Mit dem Aufbau der bundesweiten Beratungsstellen wurde das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ beauftragt. Dabei wird es durch das DGB Bildungswerk unterstützt. Vor Ort sind die Beratungsstellen bei unterschiedlichen Trägern angesiedelt, die bereits über Erfahrung in der arbeits- und sozialrechtlichen Beratung verfügen. Damit fließen in das Netzwerk sowohl wertvolle Kompetenzen aus der gewerkschaftsnahen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerberatung als auch aus der Anerkennungs- und Integrationsberatung von Geflüchteten ein. 

Die Beratung, die jetzt in den einzelnen Bundesländern sukzessive anläuft, soll in verschiedenen Sprachen angeboten werden. Im Rahmen des Netzwerks werden zudem Informationsmaterialien für Beschäftigte erarbeitet und eine Internetseite erstellt. „Faire Integration“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Bundesmitteln gefördert und ist zunächst bis Ende 2018 angesetzt. Das erste Projektjahr dient vor allem dem Aufbau der Beratungsstellen, der Erhebung der regionalen Bedarfe und Sammlung erster Erfahrungen in der Beratung. Eine Verlängerung des Projekts über 2018 hinaus wird angestrebt.

05.02.2018
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Informationsveranstaltung zur Arbeitsmarktintegration „Wie gelingt die Integration von Geflüchteten ins Unternehmen?“

Informationsveranstaltung zur Arbeitsmarktintegration „Wie gelingt die Integration von Geflüchteten ins Unternehmen?“

Während in den letzten drei Jahren die Erstversorgung und Unterbringung von Geflüchteten im Vordergrund standen, geht es jetzt um die Eingliederung in Arbeit oder Ausbildung. Dabei kommt insbesondere [...]
29.01.2018
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Stellenausschreibungen der Arbeitskammer des Saarlandes

Die Arbeitskammer des Saarlandes sucht zum 01. April 2018 für die aufzubauende "Saarländische Beratungsstelle für Wanderarbeit und mobile Beschäftige" in Saarbrücken

Aufgrund der Förderlaufzeit des Projektes sind beide Stellen zunächst auf zwei Jahre befristet.

Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bitte bis zum 19. Februar 2018 postalisch oder per Mail an

Arbeitskammer des Saarlandes
Geschäftsführung
Fritz-Dobisch-Straße 6-8
66111 Saabrücken

dunja.storcz@arbeitskammer.de

26.01.2018
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23.01.2018
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Erklär-Videos zu IHK-Berufen

Die saarländische Filmagentur framekit ist eigentlich darauf spezialisiert, das Image von Unternehmen und deren Produkte ins rechte Licht zu rücken. Aber auch auf dem Gebiet der Erklärvideos ist das Team, das sich sozial sehr für Migrantinnen und Migranten engagiert, erfolgreich unterwegs. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis man die Idee hatte, Videoclips zu Berufsbranchen in Deutschland zu machen und auf diesem Wege Personen, die nach Deutschland kommen, einen Überblick über die Möglichkeiten der beruflichen Integration zu geben.

In Kooperation mit der IHK Saarland sind fünf solcher Infofilme in deutscher und arabischer Sprache zu unterschiedlichen Arbeitsbereichen entstanden, die auf der Seite der IHK angesehen werden können.

18.01.2018
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