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Zuwanderung

Zuwanderung & Arbeitsmarkt

Seit mehreren Jahren wird der Fachkräftemangel in Deutschland analysiert und diskutiert. Des Weiteren werden Versuche unternommen, den Fachkräftemangel zu beseitigen. Eine wichtige Rolle hierbei spielt die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland.

Professor Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit kommt im Rahmen der Studie Auswirkungen der Einwanderung auf Arbeitsmarkt und Sozialstaat: Neue Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die Einwanderungspolitik zu dem Schluss: „Per Saldo ergeben sich durch Migration langfristig neutrale oder sogar positive Effekte für den Arbeitsmarkt.“ Die Studie zeigt zudem, dass in den vergangenen Jahren die Neuzugewanderten mehrheitlich hochqualifiziert sind. Damit hat die Wirklichkeit das bei vielen vorherrschende Bild des unqualifizierten Migranten längst widerlegt.

Jutta Höhne und Karin Schulze-Buschoff untersuchten die Arbeitsmarktbeteiligung von Migrantinnen und Migranten. Dabei differenzierten sie nach Herkunftsländern und Generationen, um besonders benachteiligte Gruppen zu identifizieren. Die Ergebnisse und die Handlungsempfehlungen (u. a. Anpassungsqualifizierungen für Drittstaatsangehörige, Maßnahmen gegen Diskriminierung am Ausbildungsmarkt) können Sie in dem Bericht Die Arbeitsmarktintegration von Migranten und Migrantinnen in Deutschland: Ein Überblick nach Herkunftsländern und Generationen nachlesen.

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Zuwanderungsgesetz – Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern

Am 1. Januar 2005 trat das Zuwanderungsgesetz (Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern) in Kraft. Sämtliche Bestimmungen der Migrations- und Integrationspolitik sowie des Aufenthaltsrechts von Nichtdeutschen wurden mit dem Inkrafttreten des Gesetzes reformiert. Bereits im Jahr 2007 wurde das Zuwanderungsgesetz teilweise, jedoch nicht grundlegend reformiert. Bei dem Zuwanderungsgesetz handelt es sich um ein sogenanntes Artikelgesetz, das u. a. die folgenden zwei Gesetze enthält:

  • Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz – AufenthG)
  • Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern (Freizügigkeitsgesetz/EU – FreizügG/EU)
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Integrationsgesetz des Bundes

Die Bundesregierung hat am 25. Mai 2016 das Integrationsgesetz verabschiedet. Das Artikelgesetz ist vor dem Zuzug von Geflüchteten zu sehen: „Mit dem Integrationsgesetz des Bundes legen wir wichtige Bausteine zur Integration von Flüchtlingen in Deutschland zum ersten Mal seit dem starken Anstieg der Zuwanderung umfänglich in einem Gesetz nieder. Wer sich anstrengt und durch Spracherwerb und den Einstieg in Arbeit seinen Teil zur Integration beiträgt, der hat alle Chancen, den Neuanfang in Deutschland zu schaffen. Die neuen Regeln beseitigen dazu unnötige bürokratische Hürden und verbessern die Voraussetzungen dafür, dass Zugezogene in unserem Land schnell auf eigenen Beinen stehen können.“ Das Integrationsgesetz können Sie hier einsehen.

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Zuwanderungsmonitor

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) gibt monatlich den „Zuwanderungsmonitor“ heraus. Dieser löst seit Oktober 2015 den „Zuwanderungsmonitor Bulgarien und Rumänien“ ab. Der „Zuwanderungsmonitor“ steht auf den Seiten des IAB zum Herunterladen zur Verfügung.

Dokumente zum Download im Überblick
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Migrationsbericht

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erstellt, im Auftrag der Bundesregierung, seit 2005 jährlich einen Migrationsbericht. Diese behandeln das Migrationsgeschehen in Deutschland und geben einen umfassenden Überblick über die jährliche Entwicklung von Zu- und Abwanderung. Den aktuellen Migrationsbericht können Sie hier herunterladen. Eine Übersicht der vergangenen Migrationsberichte finden Sie hier.

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Willkommens- und Anerkennungskultur

Einheitliche Definitionen der Begriffe Willkommens- und Anerkennungskultur existieren bislang nicht. Der Soziologe Prof. Dr. Friedrich Heckmann sieht dies als Pluspunkt an. Er ist der Meinung, dass der Begriff Willkommenskultur durch eine „sinnvollen Unschärfe“ gekennzeichnet ist, „die es gestattet, ihn in unterschiedlichen Kontexten milieugerecht produktiv anzuwenden: beim Bundesverband der deutschen Industrie wie im Fußballverein oder in einer Stadtverwaltung“ (Quelle: Online-Dossier zum Thema Willkommenskultur).

Zum Thema Willkommens- und Anerkennungskultur hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) praxisorientierte Empfehlungen zur Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur erarbeitet. Downloaden Sie jetzt den Bericht Willkommens- und Anerkennungskultur – Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele.

Auch die IQ Fachstelle „Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung“ hat verschiedene Materialien zum Thema Willkommens- und Anerkennungskultur veröffentlicht. Zum Download stehen die Publikation Willkommenskultur (und Anerkennungskultur): Hintergrund, Diskussion und Handlungsempfehlungen und das Online-Dossier Inklusiv, offen und gerecht? Deutschlands langer Weg zu einer Willkommenskultur zur Verfügung.

Der Werkzeugkoffer für (Ausländer-)Behörden dient als Orientierung bei der Weiterentwicklung und dem Aufbau einer gelebten Willkommenskultur. Der „Werkzeugkoffer“ wurde gemeinsam mit Ausländerbehörden entwickelt, ist aber auch für andere Behörden und Organisationen nutzbar.

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