Informationsplattform

Beschäftigung und Arbeitsmarkt

Arbeiten in Deutschland nach dem Studium

Informationen zum Aufenthalts- und Arbeitsrecht für Internationale Studierende in den drei Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch.

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Beschäftigungsverordnung – Verordnung über die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern

Die Beschäftigungsverordnung (BeschV) steuert die Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und bestimmt, unter welchen Voraussetzungen sie und die bereits in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländer zum Arbeitsmarkt zugelassen werden können.

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Uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt

sowie haben einen uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Diese Personen benötigen weder für die Einreise noch für die Beschäftigung in Deutschland einen Aufenthaltstitel. Für die Einreise ist lediglich ein gültiger Pass oder Personalausweis notwendig.

Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen

Hochschulabsolvent_innen erhalten von der Ausländerbehörde, um eine Arbeit in Deutschland anzunehmen, die ihrem Studium angemessen ist, einen Aufenthaltstitel. Wenn die Person im Anschluss an das Studium noch keinen entsprechenden Arbeitsplatz gefunden hat, kann sie von der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis für 18 Monate zur Suche nach einem ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz erhalten. In dieser Zeit darf sie jede Tätigkeit aufnehmen, um Ihren Lebensunterhalt sicherzustellen.

VISUM

Bürger_innen aus anderen Staaten (also Staaten außerhalb der Europäischen Union sowie auch Liechtenstein, Norwegen und Schweiz) benötigen ein Visum. Dieses wird im Herkunftsland bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung – also einer Botschaft oder einem Generalkonsulat – beantragt.

Blaue Karte EU

Alle Akademiker_innen mit einem anerkannten Hochschulabschluss oder mit Hochschulabschluss, der einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar ist, können seit dem 1. August 2012 den Aufenthaltstitel „Blaue Karte EU“ erhalten. Dafür müssen sie einen der Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz in Deutschland vorweisen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Absolventen einer Berufsausbildung im Ausland

Personen, die eine nicht akademische Berufsausbildung außerhalb von Deutschland absolviert haben, können mit ihrem im Ausland erworbenen Abschluss eine Beschäftigung in Deutschland aufnehmen. Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen:

  • Es besteht ein Engpass in dem Beruf, den die Person in Deutschland ausüben möchte. Auf welche Berufe dies zutrifft sehen Sie unter www.zav.de/positivliste.)
  • Es liegt ein konkretes Arbeitsplatzangebot vor.
  • Der Ausbildungsabschluss muss mit einem deutschen Abschluss als gleichwertig anerkannt sein. Die Anerkennung muss die Person bereits aus ihrem Herkunftsland beantragen.

Ausbildung in Deutschland

Staatsangehörige eines Drittstaates können eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, wenn sie in Deutschland eine betriebliche Ausbildung machen möchten. Hierzu muss die Bundesagentur für Arbeit zustimmen. Wenn die Person an einer Berufsakademie oder ähnlichen Einrichtung einen Beruf erlernen möchte, ist keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich.

Nach Abschluss der Berufsausbildung kann die Person für die Dauer von einem Jahr in Deutschland bleiben, um einen ihrer Ausbildung entsprechenden Job zu sichern. Die dafür notwendige Aufenthaltserlaubnis muss bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragt werden.

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Positivliste der Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit bietet ausländischen Fachkräften eine Perspektive in Deutschland. Eine Zuwanderung aus Drittstaaten, d. h. eine Zuwanderung von außerhalb der Europäischen Union, dem Europäischen Wirtschaftsraums sowie der Schweiz, muss aber auch arbeitsmarkt- und integrationspolitisch verantwortbar sein. Aus diesem Grund wurde auf der Rechtsgrundlage von § 6 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 der Beschäftigungsverordnung eine Übersicht von Berufen erarbeitet, in denen eine Betätigung in Deutschland grundsätzlich möglich ist, die sogenannte Positivliste. Die aktuell gültige Positivliste und weitere Detailinformationen finden Sie hier.

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Ausbildung

Durch das Programm „The Job of my Life“ fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die berufliche Mobilität von jungen EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Mit dem Sonderprogramm wird das Ziel verfolgt, einen Beitrag zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit in Europa und zur Fachkräftesicherung in Deutschland zu leisten. Dazu sollen durch eine gezielte Förderung junge EU-Bürgerinnen und EU-Bürger im Alter zwischen 18 und 27 Jahren in die Lage versetzt werden, außerhalb ihrer Herkunftsländer in Deutschland eine betriebliche Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen. Nähere Informationen zu dem Programm finden Sie hier.

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Da der Zugang zu Ausbildungsförderung gesetzlich uneinheitlich geregelt ist und von Faktoren wie Aufenthaltsstatus, Aufenthaltsdauer sowie vorangegangener Erwerbstätigkeit oder Herkunftsland abhängig ist, hat die IQ Fachstelle Einwanderung die wichtigsten Daten hierzu zusammengefasst, die Sie hier abrufen können:

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Praxishandreichung Kompetenzfeststellung

Die Praxishandreichung "Migrationsspezifische Verfahren zur Kompetenzfeststellung für Agenturen für Arbeit, Jobcenter und Arbeitsmarktakteure" eignet sich insbesondere für den Einsatz bei der Zielgruppe der Asylsuchenden und Flüchtlinge ohne formalen Abschluss. Die Handreichung der IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung gibt einen Überblick - in Form von FactSheets - zu den Kompetenzfeststellungsverfahren des Förderprogramms IQ und enthält auch einen Interviewleitfaden zur Erfassung fachlicher Kompetenzen.

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Diversity Management

Diversity Management bedeutet die Vielfalt am Arbeitsplatz, die aufgrund von verschiedenen Aspekten entsteht zu managen bzw. zu gestalten. Eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen ist die Charta der Vielfalt. Deren Ziel ist es „die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.“ (Quelle: Charta der Vielfalt)

Die Broschüre Vielfalt, interkulturelle Öffnung und Willkommenskultur in kleinen und mittleren Unternehmen der IQ Fachstelle „Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung“ dokumentiert Beispiele gelungener Praxis zu den Themen Vielfalt, Diversity Management, Interkulturalität, Internationalität und Willkommenskultur in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Die Hans-Böckler-Stiftung stellt in der Studie Beschäftigte mit Migrationshintergrund integrieren verschiedene Handlungsansätze und Praxisbeispiele aus Betrieben und Verwaltungen zur Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund vor. Ein Ergebnis der Studie lautet: „Jeder Betrieb ist anders, arbeitet unter unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedingungen. Integration und Gleichstellung kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie auf diese Bedingungen Rücksicht nimmt.“

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Selbständigkeit und Gründung

Migrantenökonomie, ethnische Ökonomie, Migrantenselbständigkeit – es existieren viele Begriffe, um die Selbständigkeit und das Gründungsgeschehen von Personen mit Migrationshintergrund zu beschreiben. Im Rahmen des IQ Netzwerks beschäftigt sich die IQ Fachstelle Migrantenökonomie mit dem Gründungsgeschehen und dem Unternehmertum von Migrantinnen und Migranten. Nähere Informationen finden Beratungsfachkräfte unter www.migrantenoekonomie-iq.de. Für ausländische Studierende und Akademiker_innen in Deutschland sowie Fachkräfte aus dem Ausland stehen auf der Internetplattform www.wir-gruenden-in-deutschland.de mehrsprachige Informationen zur Existenzgründung in Deutschland zur Verfügung.

Die Publikation der Bertelsmann Stiftung "Neue Gründer hat das Land! Sieben gute Beispiele zur Förderung von Migrantengründern" (Oktober 2016) stellt sehr anschaulich unter anderem das IQ Gründungsbüro Saarland und Praxisbeispiele erfolgreicher Gründungen aus dessen Beratungskontext dar. 

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